15.09.2007 WP-Marathon des RSV Sundern



Der RSV Sundern veranstaltete am 15. September seine RTF "Durch's schöne Sauerland". In diesem Jahr wurde erstmalig ein Marathon angeboten mit angekündigten 200km Länge und 2100 Höhenmeter.


Streckenprofil WP-Marathon Sundern

Veransalter: www.rsv-sundern.de
Fahrstrecke: 190 km
Reine Fahrzeit: ca. 6 bis 8 Stunden
Höhenmeter: ca. 2140 m
Streckencharakteristik: größtenteils Nebenstraßen mit wenig Verkehr, bergig, sehr wenig Ampeln

Wegbeschreibung:

(C) Landesvermessungsamt NRW, graphische Bearbeitung: A. Stracke

Bei sehr gutem Wetter (laut Vorhersage) fanden sich knapp 400 Radsportfreunde in Sundern ein, um eine schöne Herbsttour durch das Hochsauerland zu genießen. Ob man immer von Genuss sprechen kann, wenn ein 200km-Radmarathon angekündigt ist, ist eine Frage. Pünktlich um 8.oo Uhr ging es in Sundern los und wir waren schnell eine Gruppe mit ca. 12 Fahren und so ging es zunächst recht locker um den Sorpesee herum. Hier fanden noch reichlich Gespräche statt, doch das sollte bald weniger werden. In Linnepe kamen wir zur ersten Kontrolle, die recht gut bestückt war: Bananen, Brote, Körnerriegel, Wasser, Schorle. Nur fehlten leider Becher und ich wollte mir meine Wasserflaschen nicht mit Schorle füllen. So griff ich nur zur Banane und alle hatten es eilig. (Wollte etwa jeder noch nachmittags die Vuelta live anschauen?)

In Altenhellefeld wurde unsere Gruppe unerwartet größer, da wegen eines fehlenden Richtungsschildes etwa 12 Radfahrer zu uns stießen. Und jetzt ging es richtig zur Sache. Es ging zunächst runter ins Wennetal und dann talaufwärts, eigentlich flach. In der Gruppe wurde vorne ordentlich Tempo gemacht und als 4. kam ich nicht dazu auf den nächsten 12km Führungsarbeit zu machen. Kleinere Anhöhen wurden mit über 400Watt weggedrückt und ich dachte: das darf doch nicht wahr sein. Dieses Tempo konnte ich unmöglich über 200km halten, da würden meine Beine mehr als sauer.

Bis zum Anstieg hoch zum Bildchen müssen wir alle vor uns gestarteten eingesammelt oder auch hinter uns gelassen haben und als es im Wald beginnt steil zu werden muss ich abreißen lassen. Zu viert fahren wir hoch zum Kahler Asten, dem höchsten Punkt der Tour. Als wir oben an der Verpflegung ankommen, machen sich die anderen bereits auf zur Abfahrt. Einige, der zuvor wie Moped's fahrenden, konnten wir auf der Abfahrt runter nach Oberkirchen wieder aufsammeln, aber die große Gruppe war endgültig zerschlagen. Am Anstieg hoch zum Herscheid habe ich gesagt, dass ich Tempo rausnehme und versuche eine verträgliche Belastung zu halten. Scheinbar ging es anderen auch so und es kamen auch Fahrer der 150 bzw. 115km dazu, so dass die sich jetzt bildenden Gruppen mit moderatem Tempo der Verpflegung in Eslohe entgegensteuerten.

Hier begann man endlich die vorhergesagten 19 bis 20C langsam zu spüren und ich konnte Windjacke und Beinlinge abnehmen. Bis Kuckuck schlossen wir uns einer neuen Gruppe an, die dann aber leider hoch nach Röhrenspring fuhr. Ich fuhr mit meinem Vetter Jürgen, den ich erstmals auf einer RTF traf, nun als Zweiergruppe ins Lennetal, zur letzten Kontrolle nach Rönkhausen und dann den Schlot hoch nach Allendorf. Ich hatte meinen Rythmus gefunden und die Beine erholten sich zusehends. Von Endorf ging es dann recht schnell runter nach Sundern und wir erreichten nach 6:20 Stunden die Grundschule in Sundern. Der Tacho zeigte "nur" 190km, die 2140 Höhenmeter waren aber erreicht. Ob die kleine Umleitung (Hoheleye ist noch gesperrt) uns 10km gespart hat, wage ich zu bezweifeln. Aber was solls, die 190km waren Anstrengung genug und im Zielbereich wurde eine "leckere" Verpflegung gereicht.

Hier trifft man wieder zahlreiche Kollegen und man wünscht sich, sich zum Langenbergmarathon oder spätestens zum Bergzeitfahren in Ramsbeck wieder zu sehen. Die Sunderaner Radsportfreunde haben uns eine schöne Rundfahrt geboten: Vielen Dank an die zahlreichen Helfer! Und hoffen wir auf ein Wiedersehen in 2008.

Die Kilometerangaben beziehen sich auf die von mir gemachten Messwerte und können gegebenenfalls von Ihrer Tachometerangabe leicht abweichen. Planen Sie für diese Tour genug Zeit ein, eventuell auch um die schönen Ausblicke zu genießen, vor allem um Verpflegungspausen einzulegen. Wasser bekommt man überall, das Trinkwasser im Sauerland ist von sehr guter Qualität. (Tankstellen, Bäckereien, ...)

Wer einmal eine (Rad-)Werkstatt ansteuern muss: hier eine Übersicht der Händler im Hochsauerland.


Hier für den Vorbau/Lenker (einfach ausdrucken):

Sundern
Amecke
Sorpesee
Tiefensee
Stemel
Sundern
Westenfeld
Linnepe
Altenhellefeld
Visbeck
Berge
Wenholthausen
Sallinghausen
Eslohe
Bremke
Frielinghausen
Dorlar
Bad Fredeburg
Holthausen
Niedersorpe
Obersorpe
Rehsiepen
Bildchen
Altastenberg
Kahler Asten
Westfeld
Oberkirchen
Winkhausen
Gleidorf
Schmallenberg
Wormbach
Felbecke
Bracht
Cobbenrode
Eslohe
Niedersalwey
Obersalwey
Kuckuck
Weuspert
Faule Butter
Schönholthausen
Ostentrop
Fretter
Lenhausen
Rönkhausen
Siesel
Eiringhausen
Allendorf
Stockum
Dörnholthausen
Endorf
Recklinghausen
Sundern



Andreas Zurück